Narwhals

Von A nach B

Mai 23rd, 2014

Es ist nun mittlerweile auch schon wieder fast zwei Monate her, dass ich bei dem Soloauftriff von Fabian Navarro mit dabei war. Als ich dort war, habe ich von ihm ein Probeexemplar seines Buches “Von A nach B” bekommen und da ich mittlerweile jeden Tag mit Bus zur Arbeit fahre und der Umzug endlich geschafft ist, hatte ich endlich Zeit es zu lesen und möchte mich nun mal damit befassen.

Die Aufmachung des Buches ist sehr witzig gelöst und der Inhalt behandelt Themen, mit denen sich jeder schon mal beschäftigt hat. Aber vielleicht fangen wir nochmal kurz mit einer Vorstellung des Autors an, denn wie üblich wird dieser auf den ersten Seiten vorgestellt. Fabian Navarro ist 1990 geboren und kommt aus der – so steht es im Buch – Bierhauptstadt Warstein. Mit 18 betrat er das erste Mal die Bühne. Er erzählte mir, dass er ein paar mal bei einigen kleiner Slams teilgenommen hat, dann irgendwann einen Anruf bekam, ob er nicht 300km fahren will, um an einem Slam teilnehmen zu können und seitdem spielt er bei den ganz großen Slammern mit. Und wenn der Germanistikstudent mal nicht allein die Bühne rockt, dann helfen ihm Jan Philipp Zymny und Maximilian Humpert, denn zusammen sind sie das Slam-Trio “Team 101”.

Fabian nimmt uns in seinem Buch mit auf eine Reise. Nicht nur von A nach B, denn das ist eigentlich nur ein kleines Gimmik in seinem Buch. Er nimmt uns mit auf eine Reise zwischen Geschichte und Gegenwart, zwischen Liebeserklärungen und Horrormärchen, zwischen Träumen und Realität. Er zeigt uns wie er die Welt sieht und ich denke, dass der ein oder andere von euch die Welt genauso sieht wie er.

Das Buch wird mit einem Text eröffnet, der sich schlicht “Hamburg” nennt. Worum es geht? Naja, ich würde sagen, Fabian erklärt  wie es sich anfühlt, wenn man nach Hamburg zieht. Gedanken an die Heimat, überteuerte Mietwohnungen, das Zufriedensein, wenn man endlich sagen kann, dass man angekommen ist. Themen die jeder von euch kennt und ich kann nur sagen, dass ich mich in dem Text wiedergefunden habe, denn als ich vor drei Jahren nach Hamburg kam, merkte ich nämlich schnell, dass die Uhr hier etwas anders tickt als in Greifswald.

Nachdem wir nun also in Hamburg angekommen sind, machen wir erst mal Bekanntschaft mit Rothenburgsort. Ja ihr habt richtig gelesen – nicht Rothenbaum, sondern Rothenburgsort. Der Autor bezeichnet sich selbst als Bücherwurm und auch das macht er seinen Lesern klar, denn das ist etwas worauf man stolz sein kann, auch wenn man in der Schule von den Raudis manchmal einen mit dem Stock übergebraten bekommen hat. Aber wie oben schon erwähnt, ist es auch eine Reise durch die Zeit, denn als Fabian abends mit einer Flasche Wein durch die Gegend schlendert, trifft er Annette, die durch die Zeit reiste, um zu erfahren, ob sie schon in Vergessenheit geraten ist. Allerdings kann Fabian sie trösten, denn letztendlich war sie auf dem 20 Mark Schein zu finden.

Was ich auch sehr schön fand, war der wohl längste Satz, um die drei schönsten Worte ein einer Beziehung auszudrücken. Natürlich ist sein Buch auch mit jeder Menge Mitmachtexten gespickt. Da gibt es zum Beispiel auf Seite 68 ein Würfelspiel, mit dem man seine eigenen Filmtitel kreieren kann. Das Ganze basiert auf dem Film “Angriff der Killertomaten”. Ein Knüller für jede Party.

Es gibt noch einige Texte, auf die ich jetzt gerne eingehen würde, allerdings möchte ich euch auch nicht allzu viel vorweg nehmen, aber ich versuch´ noch einmal kurz ein Resümee aus dem Buch zu ziehen. Wenn man spezielle Fächer studieren möchte, sollte man die Hamburger Uni besuchen, allerdings sollte man sich immer vor Augen halten, dass Freunde wichtiger sind als Zocken – und wenn man mal nicht weiter weiß, dann sollte man sich einfach seinen eigenen Helden malen. Das Wichtigste ist aber: “Tiefseekrabbe sein” und denkt immer dran, eine Kartoffel gibt euch neuen Mut!

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