Narwhals

DIY – Deckenlampe

Juni 16th, 2014

Es ist lange her, dass ich das letzte Mal etwas geschrieben habe, allerdings hatte ich auch viel um die Ohren wegen des Umzugs. Einen kleinen Einblick über das, womit ich mich in letzter Zeit beschäftigt habe, möchte ich euch nun geben. Denn ich habe eine Lampe selbst gebaut. Natürlich kann nun jeder sagen… ohhh das kann ich auch… da ist doch nichts bei… das kann ja alles sein, aber ihr seid dann letztendlich nur Schwätzer und ich habe es gemacht. ;-)

Ich habe schon sehr lange darüber nachgedacht und war früher wohl auch eher einer der Schwätzer, bis ich mir gesagt habe – Nun kannst du sie aufhängen, also baust du sie. Meine Freundin war am Anfang ein wenig skeptisch. Es ging Hin und Her. Fünf oder vier oder vielleicht doch nur drei Lampen? Welche Farbe soll die Lampe haben? Soll die Lampe hängen oder soll ein Rahmen an die Decke? Letztendlich konnten wir uns einigen und so sieht das Resultat aus:

Und da ich schon immer mal eine DIY-Anleitung schreiben wollte, dachte ich mir, dass es doch nun ein guter Zeitpunkt wäre, dies zu tun.

Am Anfang einer DIY-Anleitung sollte – denke ich – eine kurze Liste mit Dingen stehen, die man benötigt und was ich Round-About bezahlt habe.

Material

  • Eine 900×600 mm Holzplatte (kann nach belieben geändert werden wenn ihr eine größere Lampe bauen wollt)
  • Vier 100×100 mm Holzplatten für die Deckenhalterung
  • Drei Steckdosen
  • Ein paar Meter drei-adriges 1,5 mm² Kabel (Vom Deckenabgang zu den Steckdosen)
  • Ein paar Meter Niederspannungskabel (Vom Trafo zu den Spots)
  • Ein Funksteckdosenset
  • Ein LED-Streifen mit Netzteil und Fernbedienung
  • Zwei 12V DC Netzteile (ohne Mindestlast)
  • Vier LED-Spots
  • Vier LED-Spot-Fassungen (Hatte mir damals mal ein Halogenset gekauft und hatte daher noch die Fassungen über)
  • Alkantara (oder eine beliebige Oberflächenbeschichtung)
  • Ketten oder Seile für die Deckenbefestigung
  • Diverse Schrauben, Dübel und Haken
  • Holzleim
  • Doppelseitiges Klebeband & Isolierband

Ich habe für das Material ca. 170€ ausgegeben, wobei man noch dazu sagen muss, dass ich einige Sachen schon länger rumliegen hatte.

Werkzeug & sonstige Materialien

  • Schraubendreher
  • Lötkolben
  • Cuttermesser
  • Takker
  • Schwere Bücher
  • Bleistift
  • Lineal
  • Lochkreisbohrer

Und nun geht es auch schon los. Da wir uns für vier Lampen entschieden habe, zog ich erst mal auf der 900×600 mm großen Platte die diagonalen Linien und suchte mir dort die Punkte für die Spots. Nachdem feststand, an welchen Stellen die Lampen positioniert werden sollten, habe ich mit dem Lochkreisbohrer die Löcher für die Fassungen gebohrt. Ich bin auch kein Heimwerkerkönig, aber ich kann euch nur empfehlen, die Löcher draußen zu bohren, da es anscheinend ziemlich heiß wird und das Holz wenn es verkohlt ein wenig stinkt.

Die vier quadratischen Holzklötze habe ich mit 30 mm Abstand zum Rand aufgeklebt und anschließend verschraubt. Mit den schweren Büchern könnt ihr die Holzplatten so lange anpressen, bis der Holzleim trocken ist. In die Mitte der kleinen Platten kommen nun die Haken für die Befestigung an der Decke. Wahrscheinlich würde es auch ohne die Holzklötzer gehen, aber ich wollte sicher gehen, dass die 10 kg der Lampe mir nicht irgenwann mal auf den Kopf fallen.

Nun zum Aufbau. Ich habe drei Steckdosen auf der Oberseite befestigt. Es steht euch frei, ob ihr sie liegend oder hochkant an einem Stück Holz befestigt. Der Vorteil von der zweiten Variante ist, dass man die Elektronik ein wenig verstecken kann und man nicht von außen die ganzen Kabel und Stecker sieht. Solltet ihr keine Ahnung von elektrischer Verdrahtung haben, dann solltet ihr hier besser jemanden Fragen der das kann, denn ich will nicht schuld sein wenn ihr euer Heim abfackelt.

In zwei der Dosen kommen die Funkstecker. Nun fragen sich einige bestimmt: warum Funksteckdosen? Ganz einfach, ich habe leider im Wohnzimmer nur ein 3×1,5mm² Kabel zur Deckenlampe. Da ich den Schutzleiter nicht als Strom führenden Leiter missbrauchen wollte, entschied ich mich für eine Steuerung per Fernbedienung. Ich habe auch gesehen, dass es Schalter gibt, die man in das alter Schaltergehäuse an der Lampe baut und dann den Gegenpart anbringt und dann quasi über Funk zwei verschiedene Sachen einschalten kann. Denn Link dafür hab ich euch mal hier hinterlegt.

Dimbar sind meine LED’s leider nicht und daher auch zwei Funksteckdosen. Ich kann nämlich die Lampen über Kreuz ein- und ausschalten und so das Licht dimmen. Wenn ich mich dann mal dazu entscheide, ein wenig romantische Stimmung zu verbreiten, ist das kein Problem.

Von den beiden Funksteckdosen werden zwei Kabel zu den 12V DC Netzteilen verlegt und von den zwei Netzteilen gehen diese dann zu den Spots. Da ich bei der gesamten Verdrahtung Litze verwendet habe, ist zu empfehlen, die Enden mit dem Lötkolben zu verzinnen.

Nachdem der Großteil der Elektronik auf der Oberseite fertig verlegt und angeschlossen ist, habe ich nun auf der anderen Seite das Alkantara aufgezogen und auf der Elektronikseite festgetackert.

Nun habe ich am Rand die LED-Leiste aufgeklebt, sodass man, wenn man sie einschaltet, ein indirektes Licht an der Decke hat. Erst hatte ich für die Ecken Verbindungsstücke bestellt, doch schnell wurde mir klar, dass die Technik nicht wirklich dafür geeignet ist. Also habe ich die Verbindungsstücke geteilt und die Drähte angelötet.

Nun wurde es langsam Zeit, die Haken in der Decke zu befestigen. Ich war mir nicht sicher, ob die Dübel das wirklich aushalten, da wir eine Holzbalkendecke haben und ich nicht genau weiß, aus was unsere Decke ist. Es ist ein komischer Mischmasch aus Holz und Gipskarton. Also habe ich in eine Tüte ein paar Tüten Zucker, Mehl und dergleichen getan und habe über ein paar Stunden die Belastbarkeit meiner Haken getestet. Mit Erfolg!

Ein kurzer Probelauf am Boden. Die LED-Spot-Fassungen reingeklipst (das Alkantara wurde über Kreuz eingeschnitten). Und ab ging es an die Decke. Unsere erste Version war mit Seilen und 300 mm von der Decke entfernt. Doch schnell wurde uns klar, dass es nicht die finale Lösung sein sollten.

Also haben wir uns im Baumarkt noch ein paar Ketten und Karabiner gekauft. et voila – Unsere selbst gebaute Wohnzimmerlampe ist fertig.

Solltet ihr euch nun dazu entscheiden, selbst eine solche Lampe zu bauen, dann würde ich mich über ein paar Bilder von euren Lampen freuen. Eventuell schreibt ihr ja auch ein paar kurze Worte und sagt, was euch gut gefallen hat und was schwierig war. Über euer Feedback freue ich mich.

Und natürlich muss ich mich noch absichern, damit auch keiner auf die Idee kommt und meint, dass ich daran Schuld bin, dass sein Haus abgefackelt ist. Alle Arbeiten sind von Fachkräften durchzuführen und ich übernehme keinerlei Haftung für eventuelle Fehler die Ihr fabriziert habt. Denn meine Lampe läuft ohne Probleme. ;-)


Trackback URI | Comments RSS

Leave a Reply

Name (required)

Email (required)

Website

Speak your mind

    Wer schreibt hier?
    Me

    Hallo, also mein Name ist Frank, bin 29 Jahre alt und wohne in Hamburg. Neben dem Bloggen interessiere ich mich auch für das Gamen... Wenn man das denn so nennen darf. ;-) Am besten ihr schaut euch einfach mal ein wenig auf meiner Seite um. Für mehr Informationen über mich klickt hier.

    Get the feed
    Feed me

    Ich kann auch mal beu euch vorbei rennen und die Feed's per Mail bringen. Dazu müsst ihr mir nur eure Mailadresse da lassen: